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Der Luftzustand in Prachatice |
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1. Bewertung des Luftzustandes in Prachatice
Der Luftzustand hat sich in den letzten Jahren in Prachatice beträchtlich verbessert.
Vor allem im Zusammenhang mit der vorschreitenden Anknüpfung der Stadt an die Gasleitung sind die Konzentrationen von Schweffeldioxyd, Kohlenoxyd und Staub in der Luft wesentlich gesunken. Dies bestätigen auch die Indizes der Luftqualität, wo die Anzahl der Tage mit sauberer Luft immer steigt. Der Luftzustand aus der Sicht der Konzentration des Stickoxydes ist ein wenig schlechter, denn der Zuwachs des Autoverkehrs hat darauf in den letzten Jahren einen negativen Einfluss. Trotzdem geschieht eine Überschreitung der erlaubten Höchstkonzentrationen selten, nur an einigen Tagen während des Jahres, wenn die Inversionen der Temperaturen passieren. Der Grund dafür ist die Stadtlage im Tal.
Weiter wurde durch langfristige Messungen festgestellt, dass ziemlich grosse Menge der polycyklischen Aromastoffe vor allem während unvollkommener Verbrennung von festen Stoffen in die Luft abgeführt wird. Sie sind gefährlich besonders durch ihre karzinogene Auswirkung und durch ihre Ständigkeit in ihrer Bindung an feine Staubteilchen. Das Vorkommen von Polyaromaten wird auch in der Zukunft eine bedeutende Rolle im Naturkreislauf spielen, und deshalb ist die Beschränkung von dieser Heizungsweise in der Stadt sehr bedeutend.
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2. Quellen der Luftverschmutzung |
Heizanlagen und Kesselhäuser in den Betrieben |
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Zu den Hauptquellen der Verschmutzung zählen vor allem lokale Feuerräume und im niedrigeren Maße die Heiz- und Kesselhäuser der Betriebe. Grössere Firmen, z.B. Jitona Prachatice, verwendeten früher das nordböhmische sortierte Braunkohle Nusskohle als Heizstoff und es hatte einen Schweffelgehalt von 1,0 %. Es kam jedoch während der 90er Jahre in der Stadt zur allmählichen Anzahlreduktion von diesem Kesseltyp und es wurde immer mehr Erdgas ausgenutzt. Steinkohle mit einem Schweffelgehalt von 0,3 % wird in der Gegenwart nur in wenigen Betrieben verbrannt. Es kann teilweise als ein "Beitrag" zur globalen Luftverschmutzung angesehen werden. Seit dem Jahre 1990 verläuft auch allmählich die Anknüpfung der Haushalte an Gasleitung in der Bezirkstadt und heutzutage sind die meisten Häuser mit Gasleitung verbunden.
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Heizungsquellen – Lokale Feuerräume |
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In den lokalen Feuerräumen kommt zu einer unvollkommener Verbrennung. Das gilt besonders in den Übergangsperioden des Jahres. Die Feuerräume sind mit keiner Absonderungsanlage ausgestattet und die Schlotte sind zu niedrig, um eine Streuung von Schadstoffen zu ermöglichen. Es ist notwendig auch nicht zu überschauen, dass es in diesen Feuerräumen zu unkontrollierbarer Verbrennung von verschiedensten Abfällen mitsamt Plastikstoffen kommt. Es sind die Gründe dazu, dass die lokalen Feuerräume an der Luftverschmutzung wesentlich teilnehmen. Sie produzieren nicht nur traditionelle Schadstoffe wie z. B. Schweffel- und Stickstoffoxyde, aber auch Staub, an den sich andere Schadstoffe, inclusive Metalle, anknüpfen, und auch organische Stoffe mitsamt karzinogene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
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Heizungsquellen – Mobile Quellen |
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Andere bedeutende Luftverunreiniger werden immer mehr Verkehrsmittel, die vor allem Emissionen von Stickstoffoxyden im Abgas rauslassen.
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Messungen der Luftqualität |
Geschichte der Messunngen |
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Wenn wir über die Messungen von Schadstoffen in der Luft im Prachatice-Gebiet sprechen, müssen wir an dieser Stelle das "Programm Teplice" erwähnen. Es war eigentlich der Beginn für den systematischen Monitoring, der Anfangs 90-er Jahre begonnen hat. Dieses Projekt unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums der Tschechsichen Republik war eine umfangreiche Forschungsaufgabe, die sich als Ziel gesetzt hat, die komplexe Kartierung des Einflusses auf die Umwelt und den Gesundheitszustand der Einwohner in den Beckenstädten in Nordböhmen. Es begann im Jare 1991 und orientierte sich auf die Objektivisierung der Ursachen der ungesunden Umwelt und auf den Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner. Es könnte zeigen, welche Massnahmen zu ergreifen, um die Verbesserung der Umwelt zu sichern und ihre Auswirkung auf die Menschengesundheit herauzufinden. Als Muster wurde der Landkreis Teplice gewählt, in dem man negative Werte angesichts der Umwelt, besonders der Luft, erwartet hat. Der Bezirk Prachatice wurde als Gegenteil zum Vergleich gewählt.
Mit den Messungen von einzelnen Schmutzstoffen hat man im Jahre 1991 angefangen. Es wurde damals die Abnahmestation VAPS in Prachatice errichtet. Es ermöglichte die Betrachtung vom Vorkommen verschiedener Stoffe; SO2 und Staubfraktionen, Sauerelemente in der Luft (HCl, HF, Stickstoffkohlensäure) und polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und auch eine ganze Reihe von schweren Metallen. Im Jahre 1995 wurde dann zum Zweck einer komplexeren Betrachtung der Luftqualität die automatische Immissionsstation für den Monitoring in der Abnahmestation genannt "Skalka" in Šeøíková Str. lokalisiert. Sie wurde ins Abnahmesystem des Tschechischen Hydrometerologischen Instituts (CHMU) AIM eingegliedert. Die Abnahmestell wurde von einem Facharbeiter des CHMUs auserwählt, so dass die Konzentrationen der Verunreinigungsstoffe eine durchschnittliche Konzentration im ganzen Prachaticer Kessel repräsentieren.
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Messungsstationen |
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In der Station werden kontinuierlich monitoriert: SO2, NO, NO2, NOx, CO, O3 und Staubfraktionen PM10. Von diesen Messungen werden dann Durchschnittszahlen für alle 30 Minuten gespeichert. Sie werden dann mit Hilfe des Modems in die Arbeitsstelle des CHMUs in Pilsen gesendet. Schließlich werden sie auf den Web-Seiten des CHMUs presäntiert. Als ergänzende Angaben werden dann kontinuierliche Messungen der Temperatur in der Höhe von 2 und 10 Meter über dem Boden, relative Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung und globale Sonnenstrahlung verwendet.
Von allen diesen Messungen entstand während der angegebenen Jahren eine ziemlich große Datenreihe. Sie dient nicht nur als Unterlage für weitere Studien im Rahmen des Projekts, aber man kann vor allem davon die selbständige Entwicklung der Luftqualität in der Bezirkstadt verfolgen.
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Ergebnisse der Messungen
Was die konkrete Situation der Luftqualität in Prachatice anbelangt, können wir die herausgefundenen Informationen in folgenden Punkten erfassen:
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Schadstoffkonzentrationen im Verlauf des Tages |
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Wenn wir den Verlauf der Konzentrationen einzelner Schadstoffe während des Tages betrachten, sehen wir klar, dass höhere Konzentrationen, sowohl an einem Winter- als auch Sommertag, der Zeit der sog. Morgen- und Nachmittagspitze entsprechen, wann es eindeutig mehr Leute, mehr Verkehr und aller Bewegung in der Stadt gibt.
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Konzentration des Stickstoffoxydes |
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Wenn wir näher den Tagesverlauf der Konzentrationen von NO, NO2 und NOx an einem Wintertag betrachten, dann stellen wir fest, dass die Form NO während der Verbrennungsprozesse primär produziert wird. Die Konzentration von NO2 (es entsteht sekundär durch Oxydationsprozesse aus der Form NO, vor allem mit Hilfe des Bodenozons) wächst mit steigendem Verkehr in der "Spitze" und mit steigender Konzentration von NO3 wenn es eine starke Sonnestrahlung während des Tages gibt. Die Form NO hat das Übergewicht nur gegen frühe Morgenstunden, wenn es noch nicht oxydiert wird. Zur Überschreitung sowohl der zulässigen Höchstkonzentration in einer halben Stunde, als auch der zulässigen Höchsttageskonzentration kommt es nur an wenigen Tagen während des Jahres. Dies ist eigentlich der einzige Fall in der Prachatizer Luft, wenn die zulässigen Limite überschritten werden.
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Konzentration SO2 |
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Die halbstündigen und Tageskonzetrationen von SO2 sind an den schlimmsten Tagen im Januar 1998 ca. ein Fünftel im Vergleich mit den erlaubten Limiten Ihk und Ihd.
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Bodenozon |
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Im Gegensatz zu anderen Schadstoffen ist die Konzentration vom Bodenozon steigend in der Sommerzeit im Zusammenhang mit der langen und stärkeren Sonennstrahlung. Die empfohlenen Stundenkonzentrationen werden aber nicht überschritten.
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Ø Vergleich von SO2 und NOx |
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Das Diagramm der durchschnittlichen Monatskonzetrationen von SO2 zeigt höhere Werte in den Wintermonaten (Heizungssaison) während der Jahre 1991 bis 2002 und im Gegensatz zu NOx, weist es einen steigenden Trend, der graphisch durch eine statistisch festgestellte Linie des Trends dargeboten ist. Es macht eigentlich allmählich darauf deutlich, dass die Anknüpfung der Stadt an die Gasleitung und damit verbundener Rückgang von der Verbrennung der festen Brennstoffe mit Schweffelgehalt sinkt.
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Konzentration CO |
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Die Konzentration von CO hat einen sinkenden Trend und es entsteht besonders bei mangelhaften Verbrennungsprozessen. Es ist praktisch ständig hinsichtlich des Bodenozons, das vor allem in den an Stickstoff reichen Wäldern oder auf sonnigen Standorten entsteht.
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Staubteilchen und PAU |
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Die Konzetration der Staubfraktionen wird mittels zwei verschiedenen synchronen Einrichtungen gemessen. Sie arbeiten auf Grund zwei Prinzipien (AIM- B-Staubmeter, VAPS -Gravimetrie). Es wird wieder der Zuwachs der Konzentration PM2.5 festgestellt (feine Fraktion) und PM10 (grobe Fraktion) in der Winterheizungsperiode und es weist allmählich den sinkenden Trend im Verlauf der Jahre auf (ebenso ein Ergebnis der Gasverbrennung).
Einen ähnlichen Trend weisen auch die durchschnittlichen Monatskonzentrationen PAU (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) auf, deren Quelle ist besonders die unvollkommene Verbrennung des Braunkohles und Holzes. Sie sind auch ständig als Abgase produziert. Sie sind gefährlich besonders als Schadstoffe mit einer karzinogenen Nachwirkung und langer Dauerhaftigkeit. Karzinogene PAU sind in Prachatice etwa auf einem Viertel von gesamter Menge.
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Werte der durchschnittlichen Jahreskonzentrationen gewählter Schadstoffe |
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Index der Luftqualität |
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In der Luftqualität für die Beurteilung der Luftsauberkeit in Prachatice wurde auch der Tagesindex der Luftqualität benutz. Er stellt eine bestimmte Nummer dar, die als ein mathematischer Ausdruck fürs Grad der Luftsauberkeit gilt (mit zutreffender Wortbeschreibung). Es geht um Immissionskonzentrationen von gemessenen Schadstoffen. In diesem Fall geht es um Schweffeldioxyd (SO2), Stickstoffoxyd (NOx), Kohlenoxyd (CO) und um den Staub in der Luft (Fraktion PM10). Der Januar wurde als der für lange Zeit allerschlechteste Monat aus der Sicht der Immissionskonzentration der Schadstoffe gewählt und nur an wenigen Tagen kommt es zur milden Verschlechterung der Luft von sozusagen sauberen zum genügenden Grad. Im Juli als in einem typischen Sommermonat ist zur Zeit die Luft sehr rein und die Werte des Indexes 1 werden praktisch nicht überschritten. Auch dieses ist ein Merkmal der positiven Auswirkung der Gasheizung.
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Vergleich der Luft in Prachatice und in Teplice |
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Der Vergleich des Luftzustandes in Prachatice wird auf dem Bild 24 und 25 vorgezeigt. Als eine Vergleichsstadt wurde Teplice gewählt. In den geprüften Jahren sinkt die Konzentration von NO und steigt allmählich die Konzentration von NO2 (zunehmende Anzahl der Autos). Für eine bessere Vorstellung ist der Vergleich von beiden Städten auch an Hand ihrer durchschnittlichen Monatskonzentration von NOx im typischen Wintermonat angegeben und diese Werte werden mit den Vergleichbaren aus der ganzen Republik verglichen.
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